Bike&Hike Benediktenwand

Posted by pitzings ihrer on 31st August 2013

Bergsteiger sind Autofahrer. Meist jedenfalls. Aber: da muss man doch auch komplett “by fair means” an einem Tag hin- und auch wieder heimkommen?. Samstagsausflug sozusagen. Ambitioniertes Ziel, kurzentschlossen umgesetzt. Zweifel im Vorfeld. 

Start in München um 5 Uhr in der Früh, mein Mitstreiter startet gleichzeitig am Ammersee. Es ist stockdunkel und schweinekalt. In München elegant um die Alkleichen der letzten Nacht herumkurvend, ab Pullach wird es heller. In Wolfrathshausen scheint die Sonne, Gänsehaut, Panorama, das Ziel im Blick. Treffpunkt 08:15 in Benediktbeuern, großes Hallo.

Wir nehmen den Anstieg zur Tutzinger Hütte unter die Räder, es läuft hervorragend. An der Hütte kurze Weissbier-Einkehr, um 11:45 Uhr stehen wir auf dem Gipfel der Benediktenwand (1800m). Bekannte getroffen, die haben noch 2 Bier für uns dabei. Beschwingt nach 1 Stunde Gipfelrast wieder abgestiegen und zu den Rädern, rasante Talfahrt.

Dann irgendwie zum Starnberger See durchgeschlagen, es zieht sich, wir verfahren uns ausgerechnet heute. Am Ostufer bis nach Percha, mittlerweile ists auch schon kurz vor 18 Uhr. Ich bin ziemlich durch, selbst Cola bringt nichts mehr. Kurzer Moment der Schwäche und augesprochene Gedanken an die S-Bahn – ernte nur vernichtende Blicke meines Mitstreiters. Das darf ich mir die nächsten Jahre sicherlich noch desöfteren anhören… Ok, die alte Olympiastrasse noch bis München, durch die halbe Stadt – nach 175 km Bike&Hike gegen 19:30 Uhr beendet.

Fazit: Es geht. München-Benediktenwand-München by fair means. Irgendwie legendär.

Categories: mountainbike&hike
31Aug

Indien

Posted by pitzings ihrer on 22nd November 2012

Rohtang-La

Dass ich meinen ersten 4000er mit einer Horde Indern aus Tamil-Nadu in 80erJahre-Skianzügen teilen muss, welche noch nie im Leben Schnee gesehen haben, hätte ich nie gedacht. Fahrt auf 3950m, dann noch 100 hm zu Fuss. Nichts, worauf man stolz sein könnte, aber trotzdem ein Erlebnis!

Categories: dies und das
22Nov

München – Mailand Alpenüberquerung 2011

Posted by pitzings ihrer on 25th June 2011

highlights: münchen, ammergauer alpen, hahntennjoch, reschenpass, stilfser joch, passo di foscagno, focola di livigno, san bernadino pass, maloja pass, comer see, mailand

dienstag, 21.06.2011

start gegen mittag in münchen, direkt in der arbeit. ich beeindrucke die kollegen schon am morgen mit radloutfit – zumindest diejenigen, die nicht mitfahren. zunächst kehren wir für die starthalbe nach stolzen 3 km im teutonia am olympiapark ein. wie zur strafe, anders kann man es nicht sehen, platzt bei der einfahrt mit lautem knall der schlauch eines rennrades. geht ja gut los. ohne weitere probleme lässt münchen uns los und es folgt das alpenvorland, bei bestem wetter folgt unschön hügel auf hügel. in murnau essen und bier, bekanntermassen die grundlage unseres erfolgs.

der anstieg nach ettal geht in die beine und gibt einen kleinen vorgeschmack auf das, was da noch kommen soll. es zieht sich, am schloss linderhof vorbei bis nach ammerwald, dem bmw-hotel mitten im wald. nach 6 stunden, 125 km und 1000 hm ist schluss für heute. wir geniessen alle den luxus eines einzelzimmers, ein traum.

mittwoch, 22.06.2011

 blauer himmel, gutes frühstück, kein kater – besser kann ein tag nicht starten. nach endlosen diskussionen im vorfeld, ob und wie wir die geplante route schaffen können, passiert das einzig sinnvolle: wir fahren los. am plansee vorbei geht es nach reutte (800m) und nur leidlich gemütlich durchs lechtal. die erste passauffahrt kommt unter das velotraum, und der altbekannte rhythmus stellt sich ein. ich kenne mich und meinen körper, ich kurbele gleichmässig hinauf.

die rennradler sind uneinholbar weiter vorn, zunächst, müssen aber dann doch teilweise schieben, weil es zu steil wird. letzlich sind wir fast gleichzeitig oben, am hahntennjoch. oben heisst hier auf 1900m, das wird noch besser in den nächsten tagen. sonnenschein. anstrengende motorradlfahrer. nach rasanter abfahrt nudeln und bier in imst, dann weiter nach landeck. die eigentlich geplante fahrt über die pillerhöhe schenken wir uns – es wird die einzige abkürzung der tour bleiben.

bis nach nauders am reschenpass sind es noch 50 km und 700 hm. die rennradlerfraktion wählt den weg über die bundesstrasse mit tunneln bergauf – ist mir zu krass. ich fahre einen kleinen umweg durch die schweiz (ungefähr 25 m schweiz müssen durchfahren werden) und bin eine halbe stunde später in nauders. nach gut 10 stunden, 145 km und 2000hm. im hotel edelweiss vorzügliches essen, bezahlbares bier, und endlich keine einzelzimmer mehr…

donnerstag, 23.06.2011 

die köngsetappe steht an, man merkt es, ich bin unruhig. am morgen ist gutes wetter, der reschenpass ist schnell erreicht, der halbversunkene kirchturm im reschensee schnell fotografiert. zwei pilger mit handwagen aus holland wollen nach rom laufen, in 3 monaten. viel glück. wir folgen dem bestens ausgebautem radlweg “via claudia augusta” bis nach prad am stilfserjoch. in der letzten bar des ortes (stilecht 70er) noch schnell ein weissbier, dann beginnen die nummerierten kehren (48 an der zahl) des aufstiegs zum stilfserjochs.

 nach einer halben stunde essen wir nudeln und trinken, was wohl, bier. beim weiterfahren fängt es an zu regnen. noch 1500 hm und gute 20km, und es schüttet wie aus eimern. die rennradler sind nach vorn geprescht, ich fahre mein eigenes tempo, allein. die strasse gleicht einem wildbach, ich bin komplett durchnässt, durchstosse auf 2000m die wolken, nur um noch höhere zu erreichen. es wird kalt, ich muss mich konzentrieren. ich zähle die kehren: 20, 15, 10, 5, nur noch ankommen. nach 3 stunden bin ich oben auf 2700m. um mich herum schnee, temperaturen von 3 grad plus, starker wind und dauerregen. alles leicht kritisch hier, länger hätte es nicht dauern dürfen.

 ich stürme die erstbeste kneipe und zittere 20 min vor mich hin, bin total ausgekühlt, kann kaum reden. diesmal gibt es sogar tee vor dem obligatorischem bier. letzlich sind alle oben, der regen wird schwächer, und nachdem wir alle verfügbaren klamotten übergezogen haben, stürzen wir uns in die nicht ganz so rasante abfahrt nach bormio (1200m). hier ist schluss, nach 90 km und 2200 hm. wir sind im plan und feiern das in der nächsten pizzeria. das wetter am nächsten morgen soll über den weiteren verlauf entscheiden: bei schlechtem wetter die luschentour im tal hinaus über tirano zum comer see, bei gutem wetter weiter im programm.

 freitag, 24.06.2011

strahlender sonnenschein, also weiter, keine luschentour. wir sollen es nicht bereuen. durch valdidentro geht es hinauf richtung livigno. nach einer stunde kurze bier- bzw. colapause. heute läuft es gut, ich merke es schon auf den ersten metern. die höhenmeter fliegen dahin, auf dem passo di foscagno auf knapp 2300m geht es mir prima. ich weiss, dass ich es schaffen kann.

in livigno stelle ich mir eine calzone rein, was sich dann später auf dem anstieg zum focola rächt, es zwickt und zwackt. zudem hängt mir ein holländer mit seinem rennrad direkt am hinterrad und keucht schon arg. auf dem letzten kilometer überholt  er mich – nichts da. ich bin deutlich schneller als er oben, allerdings bezahle ich diesen unsinn mit schwindel und magenkrämpfen. wir treffen viele radler, die das ganze ohne gepäck machen und sich das zeug mit dem auto hinterherfahren lassen. einige haben sogar mehrere hinterräder mit verschiedenen übersetzungen dabei. unnötiger schnickschnack in meinen, absolut notwendig in deren augen.

wir sind in der schweiz und treffen nach kurzer, schneller abfahrt auf die passstrasse zum bernina. ein letzter anstieg, 500hm, und wir stehen am berninapass. ab jetzt geht es nur noch bergab, dass weissbier am ospizio war das teuerste, aber auch das beste bzw. das notwendigste. die abfahrt nach sankt moritz ist zäh, wir haben gegenwind. dafür aber auch  super ausblicke auf piz bernina, piz palü und morteratsch gletscher. in sankt moritz werde ich fast von so einem hirnlosen maserati-ferrari-porsche fahrer überfahren.

schnell weiter, nach maloja ist es noch ein ganzes stück, an silvaplana vorbei bei stetigem gegenwind. die  abfahrt nach chiavenna in italien ist ein einziger traum: mit knapp 40 geht es, ohne zu treten, dahin. unten die erkenntnis: wir sind durch, durch die alpen. heute stehen 130 km und mehr als 2000 hm auf dem zähler. finito. morgen ist ausrollen. irgendwie schön. jedenfalls schöner als das hotel, und noch schöner als die 6 euro fürs weissbier. mailand schein nicht mehr weit. reset.

 samstag, 25.06.2011

aua. an frühstück ist nicht ernsthaft zu denken. man unterschätze nie die wirkung von weissbier in kombination mit rotwein. ausrollen, ha. leichtfertig vergebener sieg. wir quälen uns los, bis zum comer see. der sieht schon gut aus, das muss man sagen. am rechten ufer geht es bei starkem verkehr richtung bellagio, da kann man per fähre hinfahren.

alles voller touristen, wir sind ja auch welche, aber offensichtlich anderer art. schnell weiter richtung lecco. wir essen zu mittag in einem tollen restaurant am see und gehen baden, dann wird es hart. es sind noch 60 km bis mailand und wir verfahren uns bisweilen. schon werden erste stimmen laut, man können doch den zug nehmen. aber irgendwie – es wäre nicht das gleiche.

es hieß münchen-mailand, also auf gehts. in monza haben wir es fast geschafft, und können ein einsteigen in den zug gerade noch verhindern. die einfahrt nach mailand war dann doch leichter als gedacht, und in einem dreckigen hotelhinterhof gibt es ein eiskaltes willkommensbier aus der flasche – nach 135 km und 800 hm. wir sind da. abends dann eher gemütlich, der letzte abend und die anstrengungen der tour stecken doch noch in den knochen. aber: schön wars!

25Jun

schitour hoher sonnblick

Posted by pitzings ihrer on 19th April 2011

aufstehen, wie könnte es anders sein, 4:45 uhr. kärgliches frühstück, müde hatsche ich den anderen hinterher. ich bin nicht fit, das merke ich an den ersten hundert höhenmetern. der verhau richtung neubauhütte ist um einiges unangenehmer als der vom vortag. sehr steil, felsig, viel dichter wald und eisig. bis zur neubauhütte noch zwei weitere steilhänge; hier lasse ich viel energie. glücklicherweise wartet ein teil der gruppe in der hütte bei radler auf mich. ich schütte mir eine große cola und apfelschorle hinein, dann geht es weiter.

 minimalziel neubauhütte erreicht, bis zum gipfel noch 900 hm. nach der hütte kommt ein weites kar mit einem gletscherbruch, den müssen wir hinauf. der schnellere teil der gruppe steigt rechterhand auf und nimmt den weg über die rojacher hütte. das ist direkter, aber auch unangenehmer – es müssen einige steile rinnen gequert werden. wir lassen es hingegen gemütlich angehen, aber es zieht sich ewig. nach dem gletscherbruch pause und auf einer quasi ebenen gletscherfläche dahin. es kommt ein weiterer steiler hang, bevor man den sanft geneigten gipfelhang (ebenfalls gletscher) in angriff nimmt. den gipfel, die wetterstation und das zittelhaus auf dem gipfel sieht man schon längst, aber es dauert dann doch eine weile, bis man oben ist.

 ich bin sehr am ende und mache mir sorgen ob der abfahrt. aber erstmal ein weissbier und eine suppe im wirklich vorzüglichen zittelhaus auf 3105 m. abfahrt dann erstaunlich einfach, ich übernehme sogar einstweilen die führung, traumhafter firn. verhau unter neubauhütte einfach, da aufgeweicht. es macht sogar fast ein wenig spass durch den wald. siegesfeier am naturfreundehaus, anschliessend heimfahrt. komplett verbrannt.

19Apr

schitour hocharn

Posted by pitzings ihrer on 18th April 2011

aufstehen um 4:45 uhr, es ist noch dunkel. ich werde langsam zu alt für soetwas. frühstück kurz nach 5 uhr, aufbruch viertel vor sechs. vor uns geht eine gruppe, nach uns folgen ebenfalls hocharn-aspiranten, insgesamt ist es aber nicht zu voll. zunächst ein stück die strasse talauswärts laufen (200 m) und über einen holzsteg den bach überqueren. an einer alm vorbei über geröll bergauf, bald können wir die schi anschnallen. nun folgt ein ziemlicher verhau, steil, eng, bockhart gefroren. ich bin froh über die harscheisen und mache mir so meine gedanken, denn da muss ich ja auch wieder herunter.

nach vielleicht 45 min erreicht man das untere ende des ersten großen hanges, ab dort in angenehmer steilheit und in der sonne, man dreht leicht richtung west ab. nach einer trinkpause nehmen wir den zweiten großen hang in angriff. letzlich gibt es dafür keine festgelegte route, der hang ist wenig gegliedert und überall ersteigbar. wir folgen einer spur, es wird steiler aber nie unangenehm. die spur ist gut, der schnee leicht feucht je länger wir aufsteigen. es dauert sehr lang, bis man den gipfe sieht – erst nach der letzten kurve kommt er in sicht. ich fühle mich blendend und bin schnell unterwegs. man steuert sinnvollerweise in einer rechtskurze auf den gipfel zu und erreicht diesen dann über einen recht breiten grat. gegen 11 uhr stehe ich am gipfel, auf 3245 m – die aussicht ist gigantisch, denn es ist der höchste punkt der goldberggruppe. uns gegenüber sieht man den großglockner.

keine wolke am himmel, windstille, temperatur gefühlt um null grad – perfekt! nach ausgiebiger brotzeit (alle aus unserer gruppe habe den gipfel erreicht) gehts an die abfahrt. ich werde von den anderen getrennt, aber finde eine schön rinne, die nicht zu steil ist. oben firn, unten dann doch mehr und mehr sulz, aber alles in allem super zu fahren. der steile verhau im untersten bereich ist dann doch gar nicht so schlimm, da pistenmäßig ausgefahren und weich. unangenehm, aber zu schaffen. am frühen nachmittag sitze ich bei einigen weissbier am naturfreundehaus. alles in allem keine zu schwierige tour, sehr anstrengend (knapp 1700 hm, bin ziemlich erledigt) aber bei guten bedingungen technisch auch für mich machbar. der gletscher im oberen bereich wird im allgemeinen seilfrei begangen. wenn man sich bei google earth mal die sommeraufnahmen anschaut und dann weiss, über welche spalten man da so gelaufen ist, ist mir das zwar nicht ganz klar, aber gut. nichts passiert… abendessen ebenso dürftig. feuchtfröhlicher ausklang. gipfel am nächsten tag sehen einige als optional an, mich eingesschlossen. den höchsten und schwierigsten haben wir abgehakt!

Categories: schitour
18Apr

schitour kolmkarspitze

Posted by pitzings ihrer on 17th April 2011

derzeit herrschen optimale tourenbedingungen und wir entscheiden uns für eine 3-tages-unternehmung in den hohen tauern. treffpunkt ist um 6 uhr in der früh am parkplatz luise-kieselbach-platz. wir fahren vorbildlich umweltfreundlich zu fünft in einem auto über salzburg in die goldberggruppe bis zum ende des rauriser tals, zum naturfreundehaus kolm saigurn (mautstrasse, 5 euro für hausgäste). am heutigen sonntag soll es eine „eingeh“ tour werden: die kolmkarspitze, knapp 1000 hm.

wir starten kurz nach neun uhr, reichlich spät für eine frühjahrstour und müssen circa eine halbe stunde richtung filzenalm die schi tragen. kurz vor der alm erreicht man einen schönen talkessel in welchem wir ausreichend schnee haben, um die schi anzuschnallen. eine kurze, licht bewaldete steilstufe rechterhand überwinden wir schnell, eine gute spur ist angelegt. dann erreicht man das kolmkar, ein ideal sanft geneigtes, nach osten ausgerichtetes kar. über dieses, möglichst am rechten rand (dort sind die schneebedingungen am besten) wird nach insgesamt 2 stunden ein kleiner sattel erreicht, über den man in einem linksbogen das skidepot erreicht. über einen kleinen, leider fast aperen gipfelhang zu fuss bis zum höchsten punkt auf 2534 m (2:30 h vom naturfreundehaus). von dort traumhafte aussicht richtung bad gastein und ankogel sowie sportgastein mit den schigebieten. in unserem rücken ragen die herausforderungen der nächsten beiden tage auf: der hocharn mit der riesigen ostflanke und der hohe sonnblick mit der wetterstation am gipfel. wir beobachten mit dem fernglas ein paar tourengeher auf unseren nächsten zielen und fachsimplen über die beste route, bevor es an die traumhafte abfahrt geht.

firn vom feinsten, sogar ich auf meiner insgesamt 8. tour komme voll auf meine kosten. die kurze steilstufe ist kein problem, da viel platz und gute unterlage. gegen zwei uhr sitzen wir am naturfreundhaus und stoßen auf die tour an. ich hab mich total verbrannt und eine leicht ungesund rote gesichtsfarbe angenommen. abendessen im haus nicht schlecht, aber miniportionen. dank oropax schlafe ich gut. es wird eine kurze nacht.

Categories: schitour
17Apr

anradln 2011: muc-seefeld-kühtai-mittenwald

Posted by pitzings ihrer on 10th April 2011

eigentlich war ja schitourenwochenende geplant, aber bei dem wetter war vollkommen klar: anradln. schon seit längerer zeit geistert die idee herum, von seefeld in tirol hinunter ins intal und dann über dem haiminger berg nach kühtai zu radln. leider hatte keiner der üblichen verdächtigen zeit, also bin ich allein losgefahren.

tag1: um das ganze noch abzurunden und mich selbst ein wenig einrollen zu können, bin ich von münchen am vortag nach seefeld (1200m) hineingeradlt, über wolfratshausen, kochelsee, kesselbergpass und walchensee, schliesslich mittenwald und leutasch. bei traumhaften bedingungen hole ich mir einen traumhaften sonnenbrand. in seefeld ist nebensaison, nahezu alles ist geschlossen. nur das casino und eine pizzeria haben geöffnet. schibetrieb ist auch keiner mehr, naja. 130 km, 800 hm.

tag2: am nächsten morgen rasante abfahrt ins inntal, 600 höhenmeter hinab nach telfs. ich folge dem inn nach westen und habe starken gegenwind für die nächsten 20 km. ich werde von dutzenden rennradlfahrern überholt, auch solche mit riesenwampe überholen mich spielend, deprimierend. es muss am radl liegen!

dann kommt die auffahrt, haiminger berg. 1000 m nach oben, kein flachstück, nichts, einfach nur steil nach oben. es läuft gut, es ist kein verkehr, und es gibt immer wieder traumhafte ausblicke ins inntal hinunter. irgendwann bin ich oben am silzer sattel und muss circa 200 hm abfahren. von da aus sind es nochmal 500 hm bis nach kühtai. auf 2000 m hat es 15 grad und sonnenschein pur. die leute fahren schi, kämpfen sich die langsam immer stärker ausapernden pisten herunter. ohne schneekanonen nicht vorstellbar, welch ein irrsinn.

in der dortmunder hütte trinke ich noch ein weissbier, dann geht es hinunter durchs sellraintal nach kematen. 30 km abfahrt, ein traum. ohne handschuhe, mit kurzer hose. es ist anfang april, man glaubt es kaum. von kematen aus quäle ich mich wieder nach telfs (gegenwind!), wohl wissend das ich jetzt wieder aufs seefelder hochplateau hinaufmuss. schrecklich, eben die erste tour der saison. ich muss zudem mit langem trikot fahren -> sonnenbrand, unschön. irgendwann bin ich oben, und fahre direkt unter der hohen munde vorbei. dieser berg ist dieses jahr fällig!  jetzt muss ich nur noch das leutaschtal hinausrollen. natürlich wieder gegenwind, zum verrücktwerden. pünktlich um 17:30 uhr bin ich in mittenwald am bahnhof, 5 minuten bevor der zug kommt. 120km, 2200 hm.

fazit: alles in allem traumhaft und eine gute probe für münchen-mailand im juni. da werden die tagesetappen ähnlich sein. nervig waren nur die motorradlfahrer, die immer in gruppen auftreten. offensichtlich ist es beim motorradlfahren das wichtigste, dass die karre möglichst laut ist. man beschleunigt extrem stark, nur um vor der nächsten kehre wieder stark abzubremsen. wenn man oben ist, fährt man wieder herunter und das ganze beginnt von vorn. anstrengend. klar, mit dem radl einen pass hochzufahren ist letzlich auch sinnlos, aber ich störe wenigstens niemanden. denn so laut schnauf ich ja nun doch nicht…

Categories: radltouren
10Apr

schitour glockhauser

Posted by pitzings ihrer on 8th February 2011

Nördlich des Langtaufer Tals in Südtirol, ein wirklich toller Berg (3021m) mit traumhafter Abfahrt. Bericht folgt.

Categories: schitour
08Feb

schitour tiergartenspitz

Posted by pitzings ihrer on 7th February 2011

Mein erster Schi-3000er hat den unspektakulären Namen Tiergartenspitz (3076m). Im Langtaufer-Tals gelegen, man steigt am Talschluss bei Melag in südlicher Richtung auf. Zunächst folgt man der Schipiste durch den Wald, anfangs sehr steil, nach oben. Zeit zum gemütlich eingehen ist keine…. Ab der Bergstation dann bis zum Ende des Schlepplifts und rechts, den östlichen Hang queren. Gerade aus sieht man die Mitterlochspitze, auch ein lohnendes Ziel. Hat man den östlichen Hang am Schlepplift gequert, geht es linkerhand einen recht steilen Hang hinauf (>35°). An dessen Ende gelangt man zu einer Hochebene, dem Tiergarten. Die letzten Meter zum Gipfel sind sehr steil, ich bin ohne Ski aufgestiegen. Abfahrt folgt dem Anstiegsweg, für mich als schlechter Schifahrer war der Steilhang eine Qual. Ab der Bergstation des Lifts dann über die Piste bis nach Melag. Super Tour. Stabile Verhältniss im Steilhang unterhalb des Tiergartens unbedingt erforderlich!

Categories: schitour
07Feb

schitour habichl

Posted by pitzings ihrer on 6th February 2011

Startpunkt im Langtaufer Tal, westlich des Reschenpasses in Südtirol. Die Schneelage war noch gut, auch im unteren Bereich, traumhafte Bedingungen. Die Wegfindung beim  Anstieg ist recht logisch, einfach und nicht zu verfehlen. Im oberen Bereich ziemlich verblasen, Gipfel an vielen Stellen schneefrei. Abfahrtsvarianten genügend vorhanden. Wenig frequentierte Tour.

Categories: schitour
06Feb